Neues Wohnen im Alter e.V. Köln
Neues Wohnen im Alter e.V. Köln 

Aktuelles

Foto: Tine Huth-Jelkmann

Baugemeinschaften in

Clouth-Gelände

 

An den diesjährigen Tagen der Architektur (23./24.6.2018) hatten auch einige Baugemeinschaf-ten, die vor kurzem auf das Clouth-Gelände gezogen waren, ihre Häuser für interes-sierte Besucherinnen und Besucher geöffnet. Und diese kamen zahlreich und ließen sich bei den Hausführungen viel über den Werdegang erklären. Die gezielten Nachfragen bei den Besichtigungen zeigten, wie groß der Wunsch nach neuen Wohnprojekten in Köln ist.

Zum Beispiel wurden für die Baugruppe Energie+ zwei Baukörper mit 17 Wohneinheiten, Tiefgarage und einem Gemeinschaftsraum im ehemaligen Pförtnerhaus errichtet. Die Gebäude erfüllen den Passivhausstandard und gewinnen Energie durch Photovoltaikanlagen auf beiden Dächern. Die monolithische Bauweise mit 49 cm starken Ziegelwänden (ohne äußere Wärmedämmung) ist an den Ecken in Anlehnung an die Umgebungsbauten aus den 30er Jahren gerundet und mit einer Haut aus profilierten Ziegelriemchen verkleidet. Erst durch die Erklärungen von Bauleiter David Runkel eröffneten sich die interessanten Details und die Vielfalt der gestalterischen Überlegungen.
Es ist zu wünschen, dass die Stadt Köln weitere Grundstücke für Baugruppen ausweist und im Rahmen der Konzeptvergabe mehr Initiativen zum Zuge kommen. Auch Grundstücksangebote direkt von verkaufswilligen Eigen-tümern wären hilfreich.                                                                                                         Tine Huth-Jelkmann

Copyright Bernd Ducke

Herausragendes Wohnprojekt WagnisArt in München

Man könnte die Architekten wegen des jahrelangen Planungsprozesses bedauern – die vielen Sitzungen, das viele Hin und Her! – oder sie beneiden. Denn bei der engen Abstimmung mit den zukünftigen Bewohnern ist ein Bau entstanden, der in einzigartiger Weise die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft spiegelt – und mit Lob und Preisen überhäuft wird. Weitere Informationen aus dem Deutschen Architektenblatt über das Münchner Wohnprojekt wagnisArt

Buch

Einfach anders wohnen

von Daniel Fuhrhop

oekom, 14 Euro


Braucht man wirklich so viele Quadratmeter pro Person? Und so viele Dinge und Gerätschaften? Warum ist es erlaubt, dass Wohnungen längere Zeit leer stehen? Dieses Buch geht diesen Fragen nach und zeigt eine Menge Tipps, mit denen Menschen ihre Wohnsituation verbessern können. Das Ziel ist eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Wohnfläche und vor allem eine bereichernde Kommunikation im Lebensumfeld.

Wenn jeder nur ein Zehntel weniger Raum beanspruchen würde, könnten nicht nur alle bezahlbaren Wohnraum finden, sondern die Viertel würden auch viel lebendiger: Jung und Alt kämen sich wieder näher, Zugereiste und Alteingesessene könnten sich gegenseitig bereichern. Vom Zusammenrücken profitieren alle. Für den Autor Daniel Fuhrhop ist die Befreiung vom Raumüberfluss der Königsweg für entspanntes, modernes Wohnen. Ob Entrümplung oder Gründung einer generationenübergreifenden Multi-Kulti-WG – das Buch präsentiert neue Wege zum Wohnglück. Mit gut recherchierten Tipps gibt der Autor Anregungen, wie man mehr Platz in seiner Wohnung schaffen kann, um sogar noch Raum für weitere Personen oder Aktionen zu haben. Darüber hinaus wird gelebte Nachbarschaft dargestellt, ebenso Ideen zur Neunutzung von leer stehenden Gebäuden. Mit vielen weiterführenden Links und Buchtipps für ein Leben mit weniger Ballast.

 

Tine Huth-Jelkmann

Die Bewohner des neuen Hauses freuen sich . . . Foto: Inklusiv wohnen Köln

Nur vier Jahre von der Idee zum fertigen Wohnprojekt

 

Das inklusive Haus für Menschen mit Behinderung, für Studenten, Familien und Singles ist fertig! Im Oktober 2017 wurde die Immobilie mit elf Wohnungen in Sürth vollendet. Bauherr des Hauses ist die GAG   Immobilien AG, aber die Idee für das besondere Wohnprojekt stammt vom Verein inklusiv wohnen Köln e.V.

Artikel Inklusiv Wohnen Koeln.pdf
PDF-Dokument [2.4 MB]

LiW-Fachtag am 8.11.2017:

„Selbstbestimmt wohnen bei Unterstützungs- und Pflegebedarf“

 

Am 8. November fand im Essener Unperfekthaus der Fachtag des Landesbüros innovative Wohnformen.NRW statt. Über 80 Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Verbänden, Wohnungswirtschaft und zivilgesellschaftlichen Projekten nutzten den Tag zu Information, Austausch und Vernetzung. Die Tagung, moderiert von Roland Weigel (LaQ), fächerte anhand von Praxisbeispielen und vertieften Themenaspekten das Spektrum der Möglichkeiten in NRW auf.

Prof. Dr. Thomas Klie, Ev. FH Freiburg und unter anderem Mitglied der

7. Altenberichtskommission der Bundesregierung, ging in seinem Vortrag auf aktuelle Entwicklungen ein und benannte die Erfordernisse und Herausforderungen, vor denen wir in den kommenden Jahren stehen, zum Beispiel: Die notwendige Stärkung der Kommunen in Sachen Pflege, der immense Fachkräftebedarf, „Care-Wanderungen“ und massive regionale Unterschiede.Materialien und Beiträge der Tagung sind hier nachzulesen.

Die neue Reihe KONZEPT der Architektenkammer Baden-Württenberg beschäftigt sich mit Wohnen in Gemeinschaft. Hier zwei Dokumentationen und Fachvorträge zum Thema:

Lebensräume in Balance

Das Mehrgenerationen-Wohnhaus mit großem Garten in Köln-Ostheim ist fertig und bezogen. Lesen Sie hier das Interview von Anfang des Jahres 2017mit drei engagiertes Mitgliedern zur Enstehung und Entwicklung dieses Projektes.

Interview LiB.pdf
PDF-Dokument [557.7 KB]

Leitfaden für Gruppenwohnprojekte

 

Astrid Holz, Rüdiger Muus, Dietmar Walberg

Oktober 2015, ISBN 978-3-939268-22-2, 20 Euro.

Zu bestellen unter www.arge-sh.de

Herausgegeben von der ARGE//eV, der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.

 

Der überarbeitete neue Leitfaden richtet sich an alle Menschen, die Interesse an dieser Art des Wohnens, des Bauens und der Realisierung von Projekten haben. Das Buch bietet ausführliche Berichte und Informationen zu Gruppen-findung, Rechtsformen, Förderung, Finanzierung, Planung, Realisierung und vielen anderen Themen. Für Personen, die eine Wohngruppe gründen wollen, ist es eine übersichtliche Informationsgrundlage und ein gutes Nachschlagewerk mit Adressen von Institutionen.

Neues Wohnen im Alter e.V.

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